Problemgruppe Militariasucher - Was schlägt DIGS vor?

Der Titel besagt eigentlich schon alles.

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StefanGlabisch/Entetrente
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Hallo André,

Beitrag von StefanGlabisch/Entetrente » 01.11.2005 00:13

:D Hallo André,
du schreibst: DIGS beansprucht für sich die Interessen der gesamten Sondengänger zu vertreten > NEIN ! Wir vertreten die Interessen derer, die sich unserer Zielsetzung angleichen. Was haben wir mit Granatenbastlern zu tun ?? Vertritt der ADAC die Interessen der Geisterfahrer ??
Meinetwegen kann, (welche Behörde auch immer), sich genau diese Leute (sollte es sie geben) aus der Sondengängerschaft herauspicken.
Und ihnen kräftig auf die Füsse steigen.
Die Interessen dieser Leute vertreten wir nicht ! Genauso wenig wie wir einen
echten Raubgräber vertreten wollen ! Wir haben ganz andere Ziele.
Immerschon forderten wir die Archäologen auf einfache, einheitliche Regeln zu schaffen, die wir dann auch gerne befolgen. Sollte es dazu gehören ein Seminar beim KMRD zu besuchen ist dies sicher als sinnvoll anzusehen.
Sollte es den Archäologen jedoch nicht möglich sein, irgendwann mal in näherer Zukunft diese Regeln aufzustellen, gehen ihnen viele potenzielle
Helfer verloren. > Konnte man in der Vergangenheit immer sagen : Die Sondengänger wollen keine Zusammenarbeit, sind lichtscheu und anonym......dürfte sich diese These mittlerweile (auch durch DIGS) überlebt haben !!
Mir kommt es eher so vor als ob die Archäologie an Konzeptlosigkeit leidet. Wo will man lang ? Sag es mir !
Was bitte ist erklärtes Ziel der Archäologie mit der Sondengängerschaft zu machen ? Ihr wollt uns nicht ?? OK. Dann sagt es denen da draußen !
Und wir machen weiter wie bisher. WENN EUCH DER ISTZUSTAND ZUFRIEDENSTELLT..... !? Bitteschön. Ansonsten solltet ihr überlegen ob es nicht Sinn macht mit denen zu sprechen die auf euch zukommen.

Sicher könnt ihr auch weiter behaupten, wir vertreten die irren Bombenbastler.... Bringt UNS und EUCH nur keinen Schritt weiter.
Vermittler nur für faire Archäologen und meldewillige Sondengänger.

Lojoer
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Beitrag von Lojoer » 02.11.2005 21:12

Hi André,
prima das Du mitmachst, da sind gute Disskusionen vorprogrammiert.
Also ich kann Stefan nur zustimmen: DIGS vertritt nur die Interessen der Sondengänger, die sich mit den Zielen von DIGS identivizieren können.
Militariasucher und-sammler, die meinen ihr eigner KMRD zu sein, gehören nicht dazu.
Deshalb kann man nur an die Seite der Militariasucher appelieren gute Kontakte zum KMRD zu unterhalten. Wie aber will man sie dazu zwingen??? Selbst wenn man noch so restriktive Gesetze macht - sie werden übertreten werden.
Alles andere zu behaupten oder zu erhoffen ist weltfremd.

Für DIGS gibt es andere, viel schwerwiegendere Probleme. Um nur ein Beispiel zu nennen: Was macht man mit Sondengängern die z.B. aus anfänglicher Unvernunft in die Illegalität abgetrifftet sind und nun aber gerne mit den Archäologen zusammenarbeiten würden. Die gerne ihre Funde melden würden, sich aber aus Angst vor Repressalien nicht getrauen.
Wie kann man da eine Lösung finden, die beiden Seiten gerecht wird.
Gruß
Jörg

Sobbi
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Re: Problemgruppe Militariasucher - Was schlägt DIGS vor?

Beitrag von Sobbi » 04.11.2005 12:16

Archaeos hat geschrieben:
Sobbi hat geschrieben:
Archaeos hat geschrieben:. Zudem stellen sich bei einigen Militariasammlern verfassungsrechtliche Probleme, sind sie doch Anhänger bzw. Nostalgiker des 3. Reiches.

Servus Archaeos,

du wirfst hier Interesse an Waffen oder Munition und Anhänger des 3.Reiches in einen Topf;....ich finde, du solltest das nicht verallgemeinern.

Gruß Sobbi
Werf ich nicht in einen Topf! Unter den Militariasammlern gibt es aber auch zahlreiche Militaristen und Rechtsextreme. Sie sind genauso Vertreter der Sondlergemeinschaft wie die Antiken-/Münzsammler
André
Steht zwar schon einiges dazwischen, trotzdem:

ich habe bei deiner, von mir zitierten, Antwort, das "einigen" überlesen.

Deshalb das mit dem "Topf".

Gruß Sobbi

Archaeos
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Re: DIGS kneift vor einem der Hauptprobleme...

Beitrag von Archaeos » 08.11.2005 14:59

Robin aus dem Wald hat geschrieben: ...Mittlerweile kenne ich deine Beiträge schon etliche Jahre, in letzter Zeit verkommen deine Beiträge aber leider Gottes immer mehr auf ein „Lauferniveau“.
Danke für Die Blumen. :wink: :wink: :wink: Eckhard Laufer ist mittlerweile ein Begriff im Denkmalschutzbereich, wohlgemerkt im positiven Sinne. Lies doch bitte folgenden Artikel:
http://www.rhein-main.net/sixcms/list.p ... id=2583602
Gruss,
André

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Weihen
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Beitrag von Weihen » 08.11.2005 15:26

... man sollte jedoch nicht den einfachen Sondengänger mit Hobbyambizionen, mit dem Finanziell Orientierten Raubgräber vergleichen!

Hierbei handelt es sich um das sogenannte "Laufer"-Syntom! 8)

An sonnsten gehe ich mit den Aussagen & Bedenken der Archäologen gerne überein.

:roll: Gruß Stephan
Ich suche nicht, ich finde!

harlekin
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Beitrag von harlekin » 10.11.2005 21:41

Nicht, dass es mich betreffen würde, bin ja weit weg vom Schuß...
...aber wie glaubt DIGS, kann ein Luxemburger Archäologe ...oder so... der deutschen Sache helfen ?

Oder ist er Fremdarbeiter in einem Dt. Museum ?
Eingebürgert ?
Eingeheiratet ?
Alteingesessen ?

..würd mich nur interessieren...

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StefanGlabisch/Entetrente
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Hallo Harlekin,

Beitrag von StefanGlabisch/Entetrente » 10.11.2005 21:55

Hallo Harlekin,
jeder, auch du, kann hier seine Meinung vertreten.
Dafür braucht man keine besondere Berechtigung.
Braucht kein Fachmann zu sein. IST man jedoch Fachmann > wird man in der Regel (ob gewollt oder nicht) ernster genommen als z.B. Oma Maier von Nebenan.
Was aber nicht heißt, das Oma Maier immer danebenliegt mit ihren Ideen.
Vielleicht braucht man gerade auch mal ihre (andere) Sicht der Dinge um weiterzukommen. Und das wollen wir ja.......
Daher > immer ran mit DEM WAS EUCH bewegt. :wink:
Vermittler nur für faire Archäologen und meldewillige Sondengänger.

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Beitrag von harlekin » 10.11.2005 22:02

Hallo stefan...und danke !

Klar, aber solltet "ihr" euch nicht an eure Leute/Archöologen halten ?
Solange die Vorurteile in eurem engsten Umfeld nicht gelöst/bereinigt sind oder bereinigt werden können... was nützen euch die besten Ratschläge eines "Fremdarbeiters" (ist nicht böse gemeint).

..oder wird in irgendeinem gescheiten Buch, irgendwann in 30 Jahren, dann stehen, Hr. Schoellen aus Luxemburg war nötig um das Verständnis von deutschen Archäologen und deutschen Metalldetektor-benutzern herzustellen ?

Wenns im Kleinen (engerem Umfeld) nicht klappt, greift ihr gleich nach den Sternen ? Nach dem Motto: "Damit niemand sagen kann, wir hätten es nicht versuchtß"

Weiß nicht, ob bzw. wie das funktionieren soll ?

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StefanGlabisch/Entetrente
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Hallo Harlekin,

Beitrag von StefanGlabisch/Entetrente » 10.11.2005 22:29

Hallo Harlekin,
unsere Archäologen wissen Bescheid. Sind bis in die oberste Spitze angeschrieben worden.....> Sie mögen sich bitte beteidigen.
Mögen Dialoge mit uns suchen. Mögen uns besuchen. Mögen Vorschläge machen.....mögen was auch immer.
Nun..... man berät sich. Still und miteinander....und wird dann (eventuell) entscheiden.
WAS ? Wissen wir nicht. Sind aber gespannt.
Vermittler nur für faire Archäologen und meldewillige Sondengänger.

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Beitrag von harlekin » 10.11.2005 22:44

...tja, wie´s halt so üblich ist...in einer Clique.

Die Angst, das "Fremde" da Einblicke bekommen könnten...usw...

Wir hatten hier ein paar "marodierende" Archis, mann soll es nicht für möglich halten wie schnell und gnadenlos die zusammengestaucht und zurückgepfiffen wurden...

...und so wirken sie im Verborgenen... :wink:

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StefanGlabisch/Entetrente
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Ja, DAS...

Beitrag von StefanGlabisch/Entetrente » 10.11.2005 23:06

JA, DAS ist das Problem > wenn, dann sollte alles hochoffizelll gehen !
Es hilft nicht, wenn wir geduldet werden.
Es hilft nicht, wenn wir versteckterweise den einen oder anderen Archäologen mit Funden versorgen.
Es hilft kein vertrautes Verhältnis zu Einzelnen, wenn die Masse uns ablehnt.
Es hilft nicht eine ELITE aufzubauen, und das Groh der Sondler geht den Bach hinunter. Oder arbeitet im Wald versteckt weiter.
Es hilft nicht, wenn ein Landkreis hervorragende Zusammenarbeit praktiziert, und einen Kreis weiter werden wir gejagt wie die Hasen.....

Butter bei die Fische....wir brauchen etwas in der Hand !
Vermittler nur für faire Archäologen und meldewillige Sondengänger.

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Beitrag von harlekin » 10.11.2005 23:16

Soll sein...
Das setzt aber beiderseitigen Willen voraus.

Siehst du den irgendwo-.....am fernen Horizont ?

...Man berät sich...Irgendwie .....Und wird entscheiden...Irgendwann.....
...Und wird sehen.....irgendwo

Na ja, ich wünsch euch wirklich, langen Atem, viel Geduld und gutes Sitzfleisch.

Ich fürchte nur, ich werde es nicht mehr erleben.
gehe schon 20 Jahre sondeln und es geht schon mind. 20 Jahre so..mal hin, mal her..
..und da wird auch ein vielleicht, irgendwann, irgendein..Schein nichts ändern.. zu lahm und unflexibel die Bürokratie und deren Akteure.

Eine Pyramide der Eitelkeiten an deren Spitze leider Gottes immer der Falsche stehen wird.

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Harlekin,

Beitrag von StefanGlabisch/Entetrente » 10.11.2005 23:43

:D Harlekin,
wir werden sehen. Mehr als unsere helfende Hand können wir nicht reichen.
Weder sind wir Supermänner, noch kriechen wir zu Kreuze.
Wir bieten Dialog, und Erfahrung (anderer Art), Zeit und Gerätschaften.
Und dafür wollen wir lediglich mitarbeiten und Rechtssicherheit.

Ist das zu viel verlangt ? Billiger geht´s nicht !
Vermittler nur für faire Archäologen und meldewillige Sondengänger.

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Beitrag von harlekin » 11.11.2005 18:46

Guten Abend allerseits !

Also die Überschrift oder besser der Titel dieses Thread´s läßt und läßt mir irgendwie keine Ruhe..

Problemgruppe Militariasucher - Was schlägt DIGS vor?

Wieso werden Militariasucher als Problemgruppe dargestellt ?
Wieso sollte DIGS da was vorschlagen ?

Vor 30, 40 Jahren waren noch immer die Verursacher die Schuldigen, wenn es einem Kind die Beine weggerissen hat, weil es beim Versteckspielen im Gestrüpp über eine scharfe Werfergranate stolperte.
Ein Unfall, tragisch keine Frage, aber ein Unfall.

Wenn so ein Neunmalkluger versucht, zuhause eine Granate aufzusägen oder was auch immer, ist der ganz schlicht und ergreifend dumm.
Tragisch keine Frage, aber einfach nur dumm.

Die Beerdigungskosten sind ident (sieht man von der steigenden Inflation und dem proportional dazu steigendem Gewinnstreben der Bestatter mal ab).
Einmal Unfall weil unwissent.
Einmal Unfall weil dumm.
Tot ist tot.

Aber warum um aller Welt sollte ein Verein bzw. eine Interessensgemeinschaft wie DIGS die Militariasucher hier an die Wand nageln ?
Ich getraue mich zu behaupten das 50% der Muni-funde (soweit erkennbar scharf) dem KRD gemeldet werden. Das sind doch zumindest 50% mehr als vor dem Sondelzeitalter gemeldet wurden.

Ja warum zahlen den die Eidgenossen wohl 50 Fränkli für gemeldete scharfe Fundmunition ?
Weil sie nicht noch mehr Löcher im Ementaler haben wollen ? Wohl kaum. Sie wissen sehr wohl, das 50 Franken einmalig weit billiger kommen, als 3 Monate auf der Intensiv und dann nochmal min. 6 Monate Reha. Kosten die ja auch zumindest zu einem Teil das Gemeinwesen trägt

Was schlägt den die Archäologie bzw. deren Vertreter in dieser Runde, Hr. Schoellen vor ?

Den Sondlerführerschein ! Super !
Werden die Mil.sondler dadurch weniger/mehr ?
Fundmunition weniger/mehr ?
Gemeldete Fundmunition weniger/mehr ?
Kh. und Rehakosten weniger/mehr ?
Begräbniskosten weniger/mehr ?

Wie steht die Archäologie zu den gemeldeten Munitionsfunden ?
Und last but not least: Was schlägt Archaeos vor ?????

P.S.: Den Entgleiser in Richtung braun und rechtslastig kommentiere ich nur insofern, dass ich nicht alle Archäologen als bezahlte Grabschänder und Kulturguthehler bezeichne...

Schönen Abend
Zuletzt geändert von harlekin am 11.11.2005 22:46, insgesamt 1-mal geändert.

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